Ein Streit mit Papa oder Mama im Familienunternehmen fühlt sich selten wie eine Diskussion an, eher wie Gefahr. In dieser Folge geht es darum, wo wir streiten lernen und welche drei Muster wir ins Unternehmen mitnehmen.
Folge 68
Wir müssen viel mehr streiten
Gewitter, Stille, Harmonie. Wie du streiten gelernt hast.
Warum sich ein Streit im Familienunternehmen nicht nach Diskussion anfühlt, sondern nach Gefahr.
„Der Papa und ich, wir haben halt gelernt zu streiten.“
Das hat Simone Spitzer in unserem Gespräch fast nebenbei gesagt. Bei ihnen explodiert es, es wird laut, und fünf Minuten später ist alles wieder okay. Gelernt haben sie das, als Simone noch ein Teenager war. Dieser Satz hat mich lange nicht losgelassen.
Ich kenne das Gewitter auch. Und ich kenne die andere Seite: Nach dem Streit kommt Stille. Rückzug. Manchmal tagelang. Und die Frage, ob ich überhaupt wieder etwas sagen darf.
In dieser Folge schauen wir uns an, wo wir streiten lernen: in der Familie, lange bevor es um das Unternehmen geht. Und warum das im Familienunternehmen so viel schwerer wiegt. Denn am Tisch liegt nicht nur das Sachthema. Mit am Tisch sitzen deine Rolle, die Loyalität, deine Vorannahmen und die Angst, was dich dieser Streit kosten könnte.
Du erfährst:
- warum sich ein Streit mit Papa oder Mama im Unternehmen wie Gefahr anfühlt,
- was neben dem Sachthema unsichtbar mit am Tisch sitzt,
- welche drei Streitmuster es in fast allen Familien gibt: Gewitter, Stille und Harmonie,
- warum Familien, die nie streiten, es oft schwerer haben, als es von außen aussieht,
- und warum es dich nicht schwierig macht, wenn du mehr spürst als das, was gerade gesagt wird.
Streiten ist nichts, was du vermeiden musst. Am Anfang jeder Veränderung steht Reibung. Aber Streiten gehört gelernt. Wie das geht, darüber rede ich nächste Woche.
Und falls du die Folge mit Simone Spitzer noch nicht gehört hast: Hör unbedingt rein.
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Folge 67
22. Oktober 2026
Nachfolge-Talk mit Simone Spitzer
Simone Spitzer. Die jüngste von drei Töchtern. Diejenige, die am Ende übernommen hat. Warum Streit die Nachfolge nicht gefährdet, sondern tragen kann.